• Mimosen-Blog

    Tierische Mikroabenteuer

    Tierische Mikroabenteuer erlebe ich in jüngster Zeit mitten in der Stadt und sogar im Wohnzimmer meiner Eltern. Die Menschheit schafft sich und andere Lebewesen derzeit im Affenzahn ab, doch auch in der Tierwelt geht es bekanntlich nicht zimperlich zu. Fressen und gefressen werden ist hier an der Tagesordnung. Aber auch so viel Schönheit! Tee trinkend, angeregt plaudernd und vor allem – nichts ahnend – saß ich kürzlich mit meiner Mutter im Wohnzimmer meiner Eltern. Den Blick nach draußen gerichtet auf das Vogelhäuschen, das an diesem Nachmittag im März sonnig beschienen und stark frequentiert war. Mein Vater hatte es im Dezember aufgebaut, um den heimischen Gartenvögeln über den Winter zu helfen.…

  • Das Cover des Taschenbuchs "Wo ist denn eigentlich dieses Glück" von Katja Pelzer. illustriert von Rothbild
    Literarischer Blog

    Das „Glück“ gibt’s jetzt als Taschenbuch

    Kunstvoll geadelt durch das Cover von Isabella Roth alias „Rothbild“ gibt’s das „Glück“ endlich auch als Taschenbuch. Meine romantische Komödie Wo ist denn eigentlich dieses Glück? ist jetzt überall im Buchhandel erhältlich. Das war eine Freude, meine romantische Komödie Wo ist denn eigentlich dieses Glück jetzt als richtiges, echtes Buch in der Hand zu halten und darin zu blättern, in diesen bedruckten Seiten, die meine Geschichte füllt. Für einen Moment blieb diese wahnsinnige Welt um mich her doch tatsächlich stehen, nichts war mehr wichtig. Ich war einfach nur froh und dankbar. Denn das „Glück“ ist richtig schön geworden! Dass dieses Büchlein ein kleines Kunstwerk ist, verdanke ich der begnadeten Isabella…

  • Brille auf einem Wollknäuel
    Mimosen-Blog

    Die Altersweitsicht

    Das war ein Schreck! Nein, ich bin nicht infiziert. Und der Schreck bezieht sich auch nicht auf den gefühlt noch nie so fernen Weltfrieden oder die allgemeine Weltlage, die wirklich zum Fürchten ist und unser Tun immer mehr ad absurdum führt. Der Schreck war vielmehr ein ganz banaler: Freundin T., die mir beim Lunch gegenüber saß, war völlig unscharf. Dabei hatte ich Abstand zu ihr und bin eh altersweitsichtig. Diese Altersweitsicht lässt uns bekanntlich scharf in die ferne Nähe und die nahe Ferne sehen. Eigentlich – und jetzt das! Ich gestehe mir den kleinen Schreck in meiner kleinen Welt zu, obwohl es derzeit allüberall fürchterlich hoch hergeht. Nein, das ist…

  • Mimosen-Blog

    Oh Tannenbaum!

    Hier in London ist dieser Januar ein besonders trister. Nicht nur ist er grau, windig und es wird gar nicht richtig hell. Überall liegen noch dazu die Reste vom Feste. Denn das Leben der Weihnachtsbäume ist ein kurzes. Es schmerzt, zu sehen, wie dieses Symbol der Hoffnung nackt und bloß, seines Schmuckes beraubt, auf der kalten, nassen Straße liegt. An jeder Ecke sind die grünen Kadaver derzeit zu finden. Oh, Tannenbaum! Tatsächlich macht mich dieser Anblick nachdenklich, wie nie. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und sprechen mittlerweile so oft über Verschwendung, CO2-Ausstoß und Nachhaltigkeit. Auf der anderen Seite holen wir uns einen echten Baum ins Haus und schmeißen ihn zwei,…

  • eine rote Kerze, deren Flamme sich im Lufthauch bewegt
    Mimosen-Blog

    Schluss mit lustig: „Silent Night“

    Ich bin der totale Film-Junkie. Filme sind doch eine der schönsten Arten Geschichten zu verpacken und zu konsumieren, finde ich. Es passiert sehr, sehr selten, dass ich einen Film nicht zu Ende schaue. Bei der Komödie „Silent Night“ war für mich allerdings Schluss mit lustig und ich kam doch sehr in Versuchung, das Ganze abzuwürgen oder im Keim zu ersticken. Ich wähle diese Worte mit Bedacht. Das Leben und erst recht die Abende sind einfach viel zu kurz für schlechte Filme. Ich siebe daher im Vorfeld sehr gründlich. Wenn sich dann doch mal etwas Mieses durchmogelt auf meinen Bildschirm, gebe ich der Sache dennoch eine Chance, um sicher zu gehen,…

  • Ein Schokoladenweihnachtsmann steht Kopf im Butterfach im Frühling
    Kurzgeschichte

    Ein Weihnachtsmann im Frühling

    Es ist kalt, eiskalt. Da nützt auch der rote Mantel aus Stanniolpapier nichts, den der Weihnachtsmann trägt. Denn der Weihnachtsmann steht Kopf im Kühlschrank – genauer gesagt, im Butterfach – und das mitten im Frühling. Da kommt der Kakaokerl mächtig ins Grübeln. Ganz einsam fühlt sich sein Schokoladenherz. Ehrlich gesagt, ist ihm nachgerade zum Heulen. Denn er wurde vergessen. Wochen und Monate sind seit dem Fest der Liebe ins Land gegangen. Erst ist der Winter gewichen, dann haben die Bäume Knospen getrieben und längst sind diese erblüht. Die Kühlschranktür ist in der Zwischenzeit ungezählte Male auf und kurz darauf wieder zu geklappt. Die behaarte Hand, die hereinschaute, griff nach Käse oder Senf…

  • Eine Frau in einem weißen Kleid unter Wasser mit Luftblasen um Mund und Nase
    Mimosen-Blog

    Außer Atem

    Wie war das eigentlich damals vor vielen Jahren, als der Atem floss, ohne, das wir ihn beachteten? Allzu selbstverständlich war er. Das Virus jedoch hat ungezählte Menschen erst ihres Atems und dann ihres Lebens beraubt. Aber auch den Atem der Überlebenden hat es beeinflusst. Natürlich ist das, wie alles im Leben, subjektiv. Meinen Atemrhythmus jedenfalls hat die Pandemie zeitweise ganz schön aus dem Takt gebracht. Ich fühlte mich wie unter Wasser und natürlich ziemlich außer Atem. Doch ruhiger, tiefer Atem ist elementar für unser Wohlbefinden. Wer meditiert oder Yoga macht, erlebt, wie achtsames Atmen Blutdruck und Stresslevel senken kann. In diesen beinahe zwei Jahren der Pandemie war mein Atem die…

  • ein grauer Morris Minor steht in London vor einem Gebäude mit einer grauen Fassade
    Mimosen-Blog

    Oldtimer – alt aber schöner

    Wer mich kennt, weiß, dass Autos nicht zu meinen bevorzugten menschengemachten Objekten zählen. Doch auch als Radfahrerin fällt mir eines auf: Das Design von Autos wird immer einfallsloser. Die Karosserien nähern sich einander äußerlich immer mehr an. In den vergangenen Tagen stolperte ich über den einen oder anderen Oldtimer und dachte bei mir – die sind zwar alt und echte Umweltverpester, aber definitiv schöner als alles, was heute – noch immer meist mit Verbrennungsmotor ausgestattet – über die Straßen unseres gebeutelten Planeten rollt. In der Literatur begegnete mir in den vergangenen Tagen ein altes Autos, das mir früher sehr gefiel. Ich selbst bin den Citroën DS zwar nie gefahren, doch…

  • Mimosen-Blog

    Londonreise in Zeiten von Corona

    Logbuch meiner Londonreise in Zeiten von Corona: Zugegeben für eine Reise nach England gibt es sicher bessere Zeiten als die gegenwärtige. Aber darauf kann ich nicht warten. Mein Herz lässt mir keine Wahl. Denn über Corona haben wir eine weitere Geißel der Menschheit verdrängt – den Brexit und der hat mich von meinem Liebsten getrennt. Die Reisevorbereitungen gleichen einer Dissertation: So viele Beschränkungen und Auflagen gilt es zu beachten. Dabei finden in Post-Brexit London die Menschen gerade zurück in eine vorsichtige Post-Corona-Normalität. Knapp 55.000.000 Menschen sind hier bereits geimpft. Rund 19.000.000 von ihnen schon zum zweiten Mal. Das sind beeindruckende Zahlen. Die Regierung lässt aber noch längst nicht ganz locker.…

  • ein brütender Schwan im Schilf
    Literarischer Blog

    Keine Ahnung, wie die Schwäne das schaffen

    Im Tierreich trifft man ja immer mal wieder auf das Thema Monogamie und lebenslange Treue. Aber keine Ahnung, wie die Schwäne das schaffen. Bei den Menschen ist das ja eher eine komplexe Angelegenheit. Es gibt die unterschiedlichsten Lebensentwürfe – von serieller Monogamie bis zur Polygamie. Irgendwann mal, es ist sicher schon wieder zwei Jahre her, las ich einen Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung über getrennte Paare, die weiterhin zusammen wohnen, weil sie sich keine Zweitwohnung in der gewohnten Größenordnung leisten können oder wollen oder beides. Mamma mia, dachte ich. Denn das stelle ich mir sehr anstrengend vor. Wenn ich mich trenne, dann brauche ich Abstand. Dann möchte ich den…

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